Trauma-sensible Begleitung im Tandem: da sein, zuhören und Vertrauen schenken

Im Oktober 2026 organisierte «Gemeinsam hier» eine Weiterbildung für die Freiwilligen des Tandemprogramms. Mit Sibylle Vogt, Psychologin und Ausbilderin, konnten wir eine ausgewiesene Expertin zum Thema Flucht und Trauma gewinnen.
Im Oktober 2026 organisierte «Gemeinsam hier» eine Weiterbildung für die Freiwilligen des Tandemprogramms. Mit Sibylle Vogt, Psychologin und Ausbilderin, konnten wir eine ausgewiesene Expertin zum Thema Flucht und Trauma gewinnen.
Die 16 Teilnehmenden setzten sich mit psychologischen Grundbedürfnissen, Traumatisierung und der Frage auseinander, wie geflüchtete Menschen im Tandem gestärkt und unterstützt werden können. Fachliche Inputs, Gruppenarbeiten und ein reger Austausch ermöglichten neue Perspektiven und wertvolle Erkenntnisse.
Traumatisierung verstehen und sensibel begleiten
Belastende und traumatisierende Erfahrungen können vor, während oder nach der Flucht entstehen und sich auf unterschiedliche Arten zeigen. Ein besseres Verständnis dafür hilft, Reaktionen einzuordnen und den Menschen mit Einfühlungsvermögen zu begegnen.
Oft wirken bereits kleine Gesten: da sein, aufmerksam zuhören ohne nachzubohren, Interesse zeigen und Vertrauen schenken. Wichtig ist, die individuellen Bedürfnisse und Grenzen des Gegenübers zu respektieren – und bei Bedarf professionelle Unterstützung zu empfehlen.
Unser Fazit: Kleine Gesten mit grosser Wirkung
Ob wir schon lange in der Schweiz leben oder als geflüchtete Menschen hier ankommen – wir alle möchten dazugehören, gesehen und ernst genommen werden.
Gemeinsames Deutschsprechen, Unterstützung bei Alltagsfragen und offene Gespräche können Zugehörigkeit, Orientierung und Selbstwertgefühl stärken. Auch gemeinsame Aktivitäten und schöne Erlebnisse verbinden Menschen und machen Freude. Die Weiterbildung hat gezeigt: Es sind oft die kleinen Gesten, die für andere einen grossen Unterschied machen.


